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Anatomie der Augen

Unter dem Gesichtspunkt ihrer Struktur sind die Hundeaugen den menschlichen Augen sehr ähnlich und funktionieren nach den selben Grundsätzen. Jedoch sind die Hundeaugen längsseitig abgeflachter und kleiner als unsere. Sie sehen die Welt nicht mit der gleichen Perspektive wie wir, was man sehr oft vergisst.

Obwohl sich die Form ihrer Linse ändern kann, ist ihre Anpassung nicht so fein wie bei uns. Ihr Blickfeld (das heißt die Portion des Raums, den sie sehen können, wenn sie die Augen beweglos halten), ist ausgedehnter als unseres, aber ihre Augen sind weniger beweglich. Die Portion des Feldes, das der binokularen Vorstellung gewidmet ist, die die Bewertung der Distanzen und der Tiefen erlaubt, ist beim Hund geringer als beim Menschen - beim Hund liegt sie zwischen 30 und 60° (314) und 80 und 110°, für den Menschen dagegen bei 130°.

Das gleiche gilt für die binokulare Vorstellung (25% beim Hund gegen 50% beim Menschen). Infolgedessen verfügen die Hunde hauptsächlich über eine peripherische, monokulare Typenvorstellung, und ihre Eignung diese anzupassen (das heißt ihren Focus zu ändern, was die normale Vorstellung von Gegenständen erlaubt, die in verschiedenen Distanzen angesiedelt sind), ist begrenzter als bei den Menschen.

Sie haben Probleme, einen beweglosen Gegenstand zu sehen, der sich direkt unter ihrer Nase befindet, sie sehen etwas unscharf, sind uns dagegen überlegen, wenn es darum geht, Bewegungen besonders auf große Distanzen zu entdecken.


Selbstverständlich hat der Mensch durch die künstliche Auswahl, sehr unterschiedliche Hunderassen geschaffen, die einen großen Einfluß auf die sichtlichen Informationen hat, was die Morphologie betrifft. Je nach der Form des Kopfes sind die Augen anders gesetzt einige in frontaler Position andere in Seitenposition, ihre Form kann variieren, ihre Mobilität ist mehr oder weniger gleich groß.

Was die Vorstellung der Farben betrifft haben die Hunde nicht die Möglichkeit, gelb, rot und orange zu sehen. Was die Nachtvorstellung betrifft sind die Pupillen der Hunde fähig, sich auszudehnen, das heisst, bei einem sehr schwachen Licht die Netzhaut zu stimulieren. Der Grund dafür ist, dass ihre Augen von einer Schicht reflektierenden Zellen tapeziert ist, das tapetum lucidum (abwesend beim Homo-Sapiens), das als Lichtverstärker funktioniert und eine bessere Benutzung des Umwelt-Lichtes erlaubt. Es ist dieser Vorgang, der die Augen der Hunde glänzen läßt, wenn sie Nachts durch eine Lichtquelle beleuchtet werden. Das bedeutet allerdings nicht, daß die Tiere, die ein tapetum lucidum besitzen, fähig sind, in der vollständigen Dunkelheit zu sehen; in der Tat ist ein Minimum an Licht unentbehrlich, damit die Netzhaut funktioniert.

Der Hund unterscheidet schlecht den Umriß bewegloser Gegenstände oder die verschiedenen Elemente einer Konfiguration; seine, mit der von uns verglichenen Sehschärfe, beträgt ungefähr 20/75, das heisst, dass sich der Gegenstand 6 Meter vor ihm befinden müsste, um davon die Einzelheiten deutlich zu sehen. Hingegen sieht der Mensch diese bereits bei 22,8 Meter.

Erfahrungen beweisen, daß, wenn man dem Hund einer Reihe von Lichtblitzen aussetzt, er bis zu 90 Blitze pro Sekunde unterscheiden kann. Dies ist wesentlich mehr, als das menschliche Auge zu unterscheiden vermag. Diese Feststellung zeigt auch, daß Hunde die Welt "schneller" wahrnehmen als Menschen. Daraus erklärt sich auch die wesentlich schnellere Reaktionsgeschwindigkeit.

 
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